Die Leitung der Nationalbibliothek will die deutschsprachigen Lesesäle schließen

Die deutschsprachigen Kulturkreise und Freunde der Deutschen Sprache in Tallinn und in ganz Estland sind von der traurigen Nachricht überrascht worden, dass die Spitze der Nationalbibliothek die Schließung und Liquidierung der deutschsprachigen Lesesäle (also den deutschen, den schweizerischen und den österreichischen Lesesaal) beschlossen hat.

Über die Gründe wird in der Öffentlichkeit und in den Medien diskutiert. Die Spitze der Nationalbibliothek verweist auf die Kulturinstitutionen der drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihre Förderung zurückgefahren hätten. Vertreter der fördernden Kulturorganisationen der drei Länder verweisen dagegen darauf, dass die Förderung eher zugenommen hätte.

Jörg Würtenberg von der Swiss-Baltic Chamber of Commerce hat in seinem Newsletter vom 28.11.2014 den Sachverhalt sehr objektiv zusammengestellt, weswegen auf die Homepage und den Newsletter im Detail hier verwiesen wird. Die Homepage mitsamt Newsletter finden Sie hier: http://www.swissbalticchamber.com/files/NL141128.pdf

Im Internet wurde eine Unterschriftenkampagne zum Erhalt der deutschsprachigen Lesesäle gestartet. Dort ist auch eine Übersicht des Echos in den estnischsprachigen Medien veröffentlich worden. Die Kampagnen-Homepage finden Sie hier: http://edlv.planet.ee/saksakeelsetesaalidetoetuseks/

Vertreter der fördernden Kulturinstitutionen der drei deutschsprachigen Länder kommen demnächst mit der Leitung der Nationalbibliothek zusammen.

Welche Lösung im Detail auch immer zwischen den Beteiligten gefunden werden mag, es ist sehr zu wünschen, dass die deutschsprachigen Lesesäle mit dem unglaublich engagierten Mitarbeiterteam um Leili Naan erhalten bleiben.

       

Die Kirchenversammlung der EELK wählt einen neuen Erzbischof

Urmas Viilma (41), Pastor der Domgemeinde und Kanzler des Konsistoriums der EELK, ist am 26.11.2014 zum neuen Erzbischof und Oberhaupt der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche gewählt worden. Er setzte sich in der 57köpfigen Kirchenversammlung mit 32 Stimmen in mehreren Wahlgängen gegen die Mitwettbewerber Ove Sander, Marko Tiitus und Tiit Salumäe durch.

             Urmas Viilma (Quelle: EELK)

Bis zur Einführung des neu gewählten Erzbischofs in sein Amt am 2. Februar 2015 nimmt Bischof Einar Soone die Amtspflichten des Kirchenoberhauptes war.

Die Kirchenzeitung der EELK, Eesti Kirik, berichtet auf einer Sonderseite in Estnischer Sprache über die Wahl. Den Link zur Sonderseite finden Sie hier.